Kleingärtnerverein "Edelweiss"  e.V. Wuppertal-Elberfeld

gegründet 1950

        

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Die Jahresabschlussfeier kann dieses Jahr leider nicht durchgeführt werden.

Dauerinfo zum Döppersberg-Umbau

Neben weiteren Geschäften hat nun auch das ersehnte Reisezentrum seinen Dienst aufgenommen. Unmittelbar neben den seit neuestem „gedämpften“ Klavierklängen wirkt jetzt das gesamte Ensemble um Mall, Vorplatz und Busbahnhof zunehmend komplett. Egal wie man zu Primark-Produkten steht, so führte die Inbetriebnahme des Kaufhauses zu einer weiteren Belebung des Hauptbahnhofes. Während sich das Innere des Bahnhofs immer weiter abrundet, sind zum Vorhaben „Seilbahn“ die Würfel gefallen. 

Ein schwieriges Unterfangen wäre es in jedem Fall geworden. Einerseits das Transport-Problem zwischen Bahnhof und Uni zu lösen, andererseits die Seilbahn kostendeckend in den ÖPNV einzubinden. Dadurch das Zuschüsse nur bei drei Stationen fließen würden, musste eine Lösung unter Wegfall und Verschlechterung des bestehenden ÖPNV in diesem Bereich erkauft werden. Neben den durch Fahrten über bebautes Gebiet direkt Betroffenen dürften auch die schwierig kalkulierbaren Unterhaltungskosten mit Quersubventionierungen manchen Bürger von einer Zustimmung abgehalten haben. Obwohl man sich bei der Topografie der Stadt an anderer Stelle (möglichst gering über bebautes Gebiet) grundsätzlich eine finanziell selbst tragende Seilbahn (ohne Verluste beim übrigen ÖPNV) eher als Touristenattraktion wie z.B. die in Koblenz gut vorstellen könnte, so eröffnet sich jetzt vielleicht eher die Chance auf andere Bundes- oder Landes-Mittel, die zur Lösung dringlicher Probleme notwendig sind, als es sonst mit Verweis auf die hohen zweckgebundenen Seilbahngelder der Fall wäre. Das zu bestimmten Zeiten bestehende Transport-Problem bleibt freilich weiterhin vakant.

Die aus Forschung und Technik gewonnenen Erkenntnisse führen permanent zu Anpassungen und Veränderungen. Weniger Verkehrswende, diese Bezeichnung beschreibt die Entwicklung nicht treffend, eher als Innovation, einem chronischen Prozess der immer in Bewegung ist und nie zur Ruhe findet. Ganz „State of the art“ möglichst komfortabel und dabei dennoch umweltfreundlich. Ob als Fußgänger, mit E-Roller, Fahrrädern, Fahrzeugen mit verbrauchsarmen Verbrennungs-, Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoff-Antrieben, ÖPNV oder andere Formen der Schwarm-Mobilität, die uns in der Zukunft erwarten mögen. Daraus resultierende intelligente Lösungen sind jetzt mehr denn je gefragt. 

Während sich dabei Fahrräder mit oder ohne elektrischer Unterstützung zunehmenden Beliebtheit erfreuen, scheinen E-Scooter (noch) nicht bei uns anzukommen. Die Hanglage der Stadt stellt freilich auch höhe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Akkus. Vermutlich neben den zunehmenden Unfallzahlen aus anderen Großstädten ein Grund für die Zurückhaltung. In Paris hat man sie inzwischen in Fußgängerbereichen und auf Gehwegen wieder verbannt. 

Der als mögliche Talstation einer Seilbahn ungeklärte Zustand der Liegenschaften rund um den Hauptbahnhof, kann jetzt einer abschließenden Planung unterzogen werden. Die Idee eines Umzuges der WSW-Zentrale, freilich ohne der finalen Entscheidung des Vorstandes vorzugreifen, an einen zentralen Ort der Stadt ins ehemalige Bahndirektionsgebäude wäre sicherlich ein Gewinn. Eine Entscheidung wie auch immer, sollte nicht wieder zu einer Hängepartie wie einst das Seilbahn-Thema werden.